Storycooking im Mai: Radieschen

Radieschen, Bärlauch, Ziegenkäse IIDer kleine, nicht ganz so scharfe Bruder des Rettichs soll aus Vorderasien stammen. In Europa ist das knackige Radieschen erst seit etwa 400 Jahren bekannt. Sein Fleisch ist immer weiß, die Haut kann dagegen unterschiedliche Farben haben. Je nach Sorte ist sie rot, violett, gelb oder weiß, wie die von den länglichen Eiszapfen. Oder gar zweifarbig, wie bei den in Frankreich beliebten Weißpunktradieschen, die am Blattansatz rot, zur Wurzel hin weiß sind.

So scharf wie Radieschen sein können, so gesund gelten sie auch. Senföle sind die Wunderwaffen in den roten Kugeln. Sie sind verantwortlich für die Schärfe und fördern dazu noch die Gesundheit. Appetit und Verdauung regen sie an und sollen sogar antimikrobiell wirken.

Radieschen schmecken am besten roh. Zwar lassen sie sich auch dünsten, zum Beispiel in einer Brühe, jedoch verlieren sie dabei sowohl ihre rote Farbe als auch ihre Schärfe. Ob roh oder gegart, vor ihrem Genuss müssen die Wurzeln sowie die Blätter samt Stiel entfernt werden, dann kurz waschen. Freilandware gibt es von Mai bis November, Radieschen aus dem Gewächshaus das ganze Jahr, allerdings mit weniger Schärfe.

Das Frühlingsrezept: Radieschen-Ziegenkäse-Türmchen

Und so geht’s für 4: 1 Bund Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. 1 Bund Bärlauch waschen, trocken tupfen, vier schöne Blätter zur Dekoration beiseitelegen, den Rest grob hacken.

8 Ziegenkäsetaler kräftig mit grob gemahlenem, schwarzem Pfeffer würzen und im gehackten Bärlauch wenden. Auf 4 Teller je einen Käsetaler legen, die Hälfte der Radieschenscheiben darauf verteilen, noch einen Käsetaler auflegen und mit Radieschen den Turmbau abschließen. Jedes Türmchen mit gutem Olivenöl beträufeln und mit dem restlichen Bärlauch, bzw. dem Bärlauchblatt dekorieren.

Dazu schmeckt frisches Bauernbrot.

Foto: Angela F. Endress; Rezept: Martina Tschirner, aus meinem Buch „Pastinaken & Co“.

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Nicks Erbsenrisotto aus dem Einhänderkochbuch

Erbsenrisotto 1

„Risi-Pisi“ heißt dieser Risotto in Bella Italia. In unserem Buch findet ihr das Rezept im Kapitel „Vegetarische Sattmacher“ auf Seite 71. Schmeckt toll einfach so, wir haben es mit einem Klecks Minzpesto getoppt! Noch leckerer! .

Für 2 Portionen müsst ihr einkaufen: Italienischer Risotto-Reis (davon braucht ihr 150 g) und 300 g Tiefkühlerbsen (noch besser sind natürlich oder frische, gerade gepalte…etwas später im Jahr).

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte ebenfalls kaufen: 1 Zwiebel, 3 TL Butter, 100 ml trockener Weißwein, 500 ml heiße Gemüsebrühe (vom Rezept S. 30 oder aus gekörnter Brühe), Salz, Pfeffer, 50 g frisch geriebener Parmesan.

Was ihr an Küchengerätschaften zum Arbeiten mit einer – aber ebenso mit zwei Händen benötigt: Arbeitsstation/Einhänderbrett/Küchenbrett, Küchenwaage, großer Messbecher, Zwiebelhacker, 1,5-Liter-Topf mit Stiel.

Erbsenrisotto 3Alle Zutaten und Küchengeräte griffbereit? Dann kann‘s losgehen mit dem
Abwiegen von 150 g Risotto-Reis und    300 g Erbsen
… und dem Abmessen von 100 ml trockenem Weißwein und 500 ml Gemüsebrühe

Weiter geht’s: Die Zwiebel fixiert auf der Arbeitsstation mit einem Messer schälen und mit dem Zwiebelhacker stark zerkleinern.

Und nun ran an den Herd: 1. Butter im Topf erhitzen, aber nicht braun werden lassen. Die gehackte Zwiebel darin glasig dünsten.

Erbsenrisotto 42. Den Reis in den Topf streuen und rühren, bis alle Reiskörner mit einem Fettfilm überzogen sind. Mit dem Weißwein ablöschen, das macht den Reis würzig, und fast verdampfen lassen.

3. Nach 10 Minuten Kochzeit die Erbsen unter den Risotto-Reis rühren und mitgaren lassen, sie sollen hellgrün bleiben.

Fotos: Martina Tschirner

„Das Einhänderkochbuch“ von Nick & Martina Tschirner kann über den Buchhandel sowie per E-Mail an email hidden; JavaScript is required bestellt werden, dann gern mit Widmung.

Cover mit Medaille

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Osterküche in der rbb Praxis

DSCN2534Typische Speisen für Karfreitag und Ostern? Und dann noch gesund? Fisch selbstverständlich für den vorletzten „Fastentag“, eine christliche Tradition, um an den Tod von Jesus Christus zu erinnern. Und Lamm fürs Fest, symbolisch als Opferlamm, damit wird in vielen europäischen Ländern seit Jahrhunderten das Ende der Fastenzeit gefeiert.

Und was gab es für die rbb Praxis am Mittwoch, dem 23. März 2016? Als Karfreitagsrezept eine Ceviche, fast roher Fischsalat aus der südamerikanischen Küche mit viel Limettensaft, und Lammragout mit Rhabarber als Idee für den Ostersonntag. Reinschauen in die Sendung könnt ihr mit einem Klick in die rbb Mediathek.

Und hier das Rezept für…

Ceviche, südamerikanischer Fischsalat

Durch das Marinieren mit der Zitronensäure verändert sich das Fischeiweiß, es kommt zur „Denaturierung“, wird dadurch quasi gegart.

Zutaten für 4 Personen: 1-2 Frühlingszwiebeln, 1 rote Chilischote, ½ Pomelo (oder 1 rosa Grapefruit), 2 Limetten (ersatzweise Zitronen), 350-400 g ganz frisches Fischfilet (z.B. Lachs-, Bachsaiblings- oder Forellenfilet), Olivenöl, Salz & frisch gemahlener Pfeffer, Salatblätter zum Anrichten

Und so geht’s: Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.

Chilischote waschen, längs halbieren, Stielansatz und Kerne entfernen und die Chilihälften in feine Würfelchen schneiden.

Pomelo schälen und von einer Hälfte die Fruchtfilets herausschneiden. Limetten auspressen.

Lachs-Ceviche 1Fischfilet längs teilen und  in dünne Scheibchen schneiden.

Frühlingszwiebelringe und Chiliwürfel vorsichtig  mit dem Fisch, dem Limettensaft und  1-2 EL Olivenöl mischen, salzen und pfeffern. Etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Die Ceviche mit den Pomelospalten und Salatblättern anrichten.

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Storycooking im März: Topinambur

Das erste Mal entdeckte ich die kleinen, braunen, geschuppten Knollen vor mehr als 10 Topinambur, von Earendil, WikiJahren in meiner Gemüse-Abo-Kiste. Und wusste prompt nicht, was ich damit anfangen sollte. Weil ich mir sicher war, dass es noch mehr Menschen so ging wie mir, waren Topinambur eigentlich der Anstoß für mein erstes Kochbuch „Schwarzwurzel, Steckrübe und Pastinake“. Das ist jetzt mehr als 12 Jahre her.

Aus der „Neuen Welt“ stammt diese Knolle und war einst wichtiges Nahrungsmittel der Indianer. Topinambur hieß deshalb auch Indianerkartoffel. Andere Namen sind Erdschocke, -birne und Jerusalem-Artischocke. Heimkehrende Seefahrer hatten sie aus Übersee mitgebracht. Fast in Vergessenheit geraten, kommt das Gemüse aber langsam wieder zu neuen Ehren. Zu Recht, denn die braunen Knollen der Sonnenblumen-Verwandten sind sehr wohlschmeckend. Der Geschmack des hellen Fruchtfleischs erinnert an Artischocke und Schwarzwurzel.

Im Prinzip lassen sich Topinamburs nach fast allen Kartoffelrezepten zubereiten. Zuvor sollten sie dünn geschält oder zumindest geschrubbt werden. Das kann auch erst nach dem Kochen passieren, allerdings werden die Schalen dann dicker und es gehen Vitamine verloren. Topinamburknollen gibt es von Oktober bis April, sie überwintern im Boden.

Topinambur-Zwiebel-Puffer mit Lachs und Senfcreme

TopinamburpufferZutaten: 500 g Topinambur, 1 Ei, 250 g Zwiebeln, 1-2 EL Mehl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Öl zum Braten, 2 EL mittelscharfer Senf, 1 Bund Dill, 2 TL Honig, 6 Scheiben Räucherlachs.

Für die Puffer die Topinamburknollen waschen, schälen und grob reiben. Das Ei verquirlen und unterrühren. Zwiebeln pellen, in dünne Ringe schneiden und unter die Topinambur-Ei-Masse mischen. Zur Bindung 1-2 EL Mehl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer Pfanne das Öl gut erhitzen und portionsweise jeweils 3 Puffer von jeder Seite 3 – 4 Minuten goldbraun braten (insgesamt 12 Puffer). Nach dem Herausnehmen überschüssiges Fett auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen.

Für die Senfcreme den Senf, gehackten Dill, Honig und Pfeffer verrühren. Etwas Dill zum Dekorieren übrig lassen. Die Lachsscheiben halbieren. Auf vier großen Tellern jeweils 3 Zwiebel-Kartoffelpuffer mit je einer halben Scheibe Lachs und der Senfcreme anrichten. Mit Dillzweiglein dekorieren.

Tipp: Die Puffer lassen sich auch mit Kartoffeln und Zwiebeln zubereiten.

Topinamburfoto: Von Earendil, WikiCommens. Rezeptfoto: Angela F. Endress.

 

 

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Nicks asiatische Nudelsuppe

Asiatische Nudelsuppe

 

Die Einlagen in dieser köstliche Suppe mit Stäbchen rausfischen und den Rest schlürfen – so wie man es in Asien macht, mag auch Nick die Suppe am liebsten! Im Einhänder-kochbuch findet ihr sie auf Seite 30.

Für 2 Personen müsst ihr einkaufen: 2 Frühlingszwiebeln, 1 rote frische Chilischote, 100 g Shiitake-Pilze oder braune Champignons, 1 Packung asiatische Eiernudeln (davon die Hälfte für die Suppe), Mirin (japanischer Reiswein).

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte ebenfalls kaufen: 100 g gekochtes Rindfleisch (z.B. vom Rinderbrühen-Rezept auf Seite 26), 600 ml Rinderbrühe (auch vom Rinderbrühen-Rezept auf Seite 26 oder von gekauftem Rinderfond), 1 TL Zucker, Salz, Sojasauce.

Was ihr an Küchengerätschaften zum Arbeiten mit einer – aber ebenso mit zwei Händen benötigt: Arbeitsstation/ Einhänderbrett/ Küchenbrett, Küchenwaage, großer & kleiner Messbecher, 1,5-Liter-Topf mit Stiel, Suppenschalen.

Wenn alles bereitsteht, dann kann‘s losgehen mit dem

Abwiegen von 100 g gekochtem Rindfleisch,

und dem Abmessen von 600 ml Rinderbrühe, 40 ml Sojasauce,15 ml Mirin.

_DSC6533Waschen & abtropfen lassen: Frühlingszwiebeln, Chilischote, Pilze (ganz kurz).

Vorbereiten / Schneiden: Von den Frühlingszwiebeln den Wurzelansatz abschneiden, welke Teile entfernen, an der Arbeitsstation fixieren und quer in Streifen schneiden.

Die Chilischoten halbieren, entkernen und quer in dünne Streifen schneiden.

_DSC6545Von den Pilzen den Wurzelansatz abschneiden, auf der Arbeitsstation fixieren und in Scheiben schneiden.

Rindfleisch auf der Arbeitsstation fixieren und in dünne Scheiben schneiden.

Jetzt die Suppe zubereiten: In dem Topf die Rinderbrühe aufkochen. Die Eiernudeln hineingeben und auf kleiner Flamme weich kochen. Die Pilze nach 2 Minuten ebenfalls dazugeben.

Die Suppe mit Zucker, Sojasauce und Mirin abschmecken, eventuell etwas nachsalzen.

_DSC6604Anrichten: Die Suppe in 2 Suppenschalen verteilen und mit den Frühlingszwiebeln und den Chilistreifen anrichten.

Fotos: Stefan Abtmeyer

Das Einhänderkochbuch von Nick & Martina Tschirner kann über den Buchhandel sowie über die E-Mail-Adresse email hidden; JavaScript is required bestellt werden, dann gern mit Widmung.

 

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Nicks Lieblings-Bolognese aus dem Einhänderkochbuch

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Am besten gleich 4 Portionen machen, denn die Bolognese schmeckt auch am nächsten Tag noch toll!

Für 4 Portionen müsst ihr einkaufen: 500 g gemischtes Hackfleisch (bitte erst am Tag, wenn ihr wirklich kochen wollt), 1 TK-Suppengrün im Becher (oder 3 EL getrocknetes Suppengrün), 2 kleine Dosen gehackte Tomaten mit Ring-Verschluss.

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte kaufen: Öl, 2 TL getrockneter Oregano, 1 Schuss Milch, 2 EL Tomatenmark, 1 Schuss Wein (nicht zwingend wichtig!), 150 ml Brühe (Rezept auch im Buch oder aus gekörnter Brühe), Salz, Pfeffer, ½ TL Chilipulver, 1 Messerspitze gemahlenes Nelkenpulver, 1 Lorbeerblatt, 1/2 Zitrone.

Was ihr an Küchengeräten bereitstellen müsst: Arbeitsstation/Einhänderbrett/Küchenbrett, großer & kleiner Messbecher, Schmorpfanne mit Deckel.

Los geht’s mit dem Abmessen von: etwa 20 ml Öl & 150 ml Brühe

Was noch vorbereitet werden kann:_DSC6292

1. Die Tomatendosen mit der Halterung auf der Arbeitsstation festklemmen und öffnen.

2. Die halbe Zitrone auspressen.

Jetzt ran an den Herd!

1. In der Schmorpfanne das Öl erhitzen. Das Hackfleisch zugeben und krümelig braten.

2. Dann das Suppengrün und Oregano in die Pfanne geben und mitbraten.

3. Einen Schuss Milch zugießen, wenn sie verdampft ist, _DSC6344auch das Tomatenmark und den Wein.

4. Die Tomaten aus der Dose und die Brühe zugeben und durchrühren. Alles mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Nelkenpulver würzen.

5. Mit dem Lorbeerblatt und dem Zitronensaft etwa 40 Minuten schmoren. Danach nochmal abschmecken.

Die Sauce zu den Lieblingsnudeln servieren, für Nick sind das Penne! Und Parmesan nicht vergessen…

Fotos: Stefan Abtmeyer

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Storycooking im Januar: Petersilie zum Löffeln

Vom beliebtesten Küchenkraut der Deutschen finden bei diesem Rezept aus meinem Kochbuch „Pastinaken & Co.“ nicht nur die grünen gefiederten Blättchen ihren Weg in die Suppe. Die wichtigste Zutat sind hier Petersilienwurzeln.

Petersiliencreme grün weißAus dem südlichen Mittelmeerraum stammt die Petersilie mit ihrer länglichen, hellen Wurzel. Dort wächst sie auch heute noch wild. Von den Griechen und Römern gelangte sie nach Mitteleuropa. Ihr damaliger Name: Steinsellerie. Mit ihrem würzigen, leicht herben Geschmack eignet sich die Wurzel als Grundlage für feine Suppen. Oft ist sie neben Möhre, Lauch und Sellerie auch im typischen Suppengrün enthalten. Von Form und Farbe her sind Petersilienwurzeln leicht mit kleinen Pastinaken zu verwechseln, allerdings duften sie weniger süßlich.

Petersilienwurzelcreme „Weiß-Grün“

Zutaten: 750 g Petersilienwurzeln, 2 Schalotten, 1 EL Butter, 900 ml Gemüsebrühe, 100 ml Sahne, Salz, frisch geriebene Muskatnuss, 1 Bund Petersilie.

Und so geht’s: Die Petersilienwurzeln schälen, abspülen und in klein schneiden. Die Schalotten pellen, fein würfeln. Butter in einem Topf schmelzen lassen und die Wurzelstückchen zusammen mit den Schalotten darin andünsten. Die Gemüsebrühe zugießen und das Gemüse etwa 15 Minuten weich kochen. Danach die Suppe mit dem Mixer fein pürieren. Sahne unterrühren und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Die Petersilie waschen, trocken tupfen und hacken. De Hälfte der Suppe abnehmen und mit der Petersilie zum zweiten Mal pürieren. Die weiße und die grüne Suppe noch mal getrennt erwärmen. Nun zuerst die weiße Suppe in vier vorgewärmte Teller geben, danach die grüne vorsichtig in die Mitte gießen. Um einen hübschen Effekt zu erreichen, die beiden Suppen spiralförmig etwas miteinander verrühren.

Foto: Angela F. Endress

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Storycooking: Pulled Pork

P Pork 1

Gerupftes Schwein im Burgerbrötchen, also eine Art Fast Food, so lässt sich „Pulled Pork“ am einfachsten beschreiben. Und dass es saulecker schmeckt. In den USA hat die Erfolgsstory begonnen, wo Pulled Pork zum Barbecue gehört, bei Niedrigtemperatur im Smoker gaaanz lange vor sich hingart und dabei auch leicht geräuchert wird. Meist Schweineschulter oder -nacken, die nach dem Garen so zart sind, dass die Fleischstücke fast von allein zerfallen bzw. auseinandergezupft und –gezogen (to pull) werden können.

Pulled Pork lässt sich auch zuhause im Backofen zubereiten – was aber ebenso lange dauert, 10 Stunden mindestens. Oder eben länger, bei meinem ersten Versuch waren es 15 Stunden! Vor dem Ofen kommt aber erst mal der Kühlschrank, denn das Stück Fleisch wird zuvor mit einer Gewürzmischung, dem „Rub“ eingerieben, mit Frischhaltefolie eingewickelt und mariniert dann um die 24 Stunden in der Kühle.

Was alles in die Gewürzmischung für ca. 2,5 kg Schweineschulter kommt: 3 EL brauner Zucker, 7 EL edelsüßes Paprikapulver, 2 EL Cayennepfeffer, 4 EL frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer, 1/2 EL Kreuzkümmel (Cumin), 3 EL Salz.

Zuerst muss aber reichlich Dijon Senf auf das Fleisch, rundherum, damit die Gewürze daran gut kleben bleiben. Ist das ganze Stück eingestrichen und mit der Gewürzmischung bedeckt, dann fest mit Folie einwickeln und bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank.

Eine Stunde, bevor es losgehen soll, das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Und den „Mop“ vorbereiten, die Sauce, die während der Garzeit regelmäßig aufgetragen wird, damit das Fleisch schön saftig bleibt. Das kann eine Flasche Apfelsaft oder Cidre sein, dazu eventuell etwas Fleischbrühe oder auch einen Schuss Whisky. Ich habe mich für Cidre entschieden.

Nun wird’s ernst: den Backofen auf 110 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine Auflaufform mit der Hälfte des Cidres füllen und auf ein Backblech – unterste Schiene des Ofens – stellen. Darüber das Fleisch auf einem Rost – mittlere Schiene. Wer ein Bratenthermometer hat, sticht es in das Fleisch.
P Pork 3
Nach etwa 3 Stunden Garen kann das „Moppen“ starten, das Fleisch sollte dann eine Kerntemperatur von über 65 °C haben. Den ausgetretenen Fleischsaft mit der Cidre-Sauce mischen und das Fleisch nun alle 45-60 Minuten damit bepinseln. Wenn das Thermometer eine Kerntemperatur von 92 °C anzeigt, ist das Fleisch fertig. Frühestens nach 10 Stunden ist es soweit, am besten mit der Gabel probieren, ob es sich schon zupfen lässt. Es sollte dann noch eingepackt in Alufolie eine Stunde ruhen, damit sich das Fleisch entspannen kann.

Das Pulled Pork in Burgerbrötchen mit Krautsalat und Barbecuesauce servieren – ein Fest!

Fotos & Rezept: Martina Tschirner

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Nicks Walnuss-Dill-Pilaf

Weihnachtsbäckchen 3Passt super gut zu Nicks Weihnachts-Kalbsbäckchen, schmeckt aber auch einfach so oder zu Kurzgebratenem.

Zutaten für 2, eventuell einkaufen: 1 Tasse Langkornreis, 2 Tassen Brühe (selbstgemacht oder aus gekörnter Brühe), 1 EL Butter, 50 g Walnüsse, 1 Bund Dill, Salz, Pfeffer.

Diese Küchengeräte benötigt ihr fürs Kochen: 2 Tassen zum Abmessen, 1,5-Liter-Topf mit Stiel und Deckel, Küchenbrett, Kochmesser, Wiegemesser

Los geht’s mit dem Abmessen von 2 Tassen Brühe. Die Brühe in den Stieltopf geben und zum Kochen bringen.

Dann 1 Tasse Reis abmessen. Wenn die Brühe kocht, den Reis hineingeben, umrühren, Deckel drauf und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

DSC_7546Während der Reis kocht, den Dill waschen, trockenschütteln, Dillspitzen abzupfen und auf einem Küchenbrett mit dem Wiegemesser zerkleinern.

Die Walnüsse auf ein Küchenbrett geben und mit dem Kochmesser grob hacken.

Der Reis ist fertig, wenn die Brühe aufgesogen ist. Den Esslöffel Butter unterrühren, Dill und Walnüsse vorsichtig unterheben und das Pilaf mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fotos: Martina Tschirner

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Weihnachtsessen für Einhänder: Kalbsbäckchen auf aserbaidschanische Art

Weihnachstbäckchen 1Alle Arten von geschmorten Bäckchen schmecken nicht nur toll, sie sind auch so zart, dass sie sich mit der Gabel ganz ohne Schneiden problemlos auch mit nur einer Hand essen lassen!

Und warum wir daraus ein Schmorgericht wie in Aserbaidschan machen?  Ganz einfach, weil Nicks Cousin Tim im Frühjahr drei Monate dort war und uns ein Kochbuch mitgebracht hat!

Für den weihnachtlichen Hauptgang für zwei Personen müsst ihr einkaufen: 2 Kalbsbäckchen, Granatapfelsaft (benötigt werden 150 ml), Granatapfelkerne (etwa 2 Esslöffel, gibt’s hier und da  auch schon ausgelöst).

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte ebenfalls kaufen: 3-4 Zwiebeln (je nach Größe), Salz, Pfeffer, 1 TL Mehl, Butter, eventuell etwas Rotwein.

Diese Küchengeräte benötigt ihr fürs Kochen, bitte bereit stellen: Arbeitsstation/Einhänderbrett/Küchenbrett, großer Messbecher, Pfanne, ofenfester Schmortopf oder Schmorpfanne (beides mit Deckel).

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Abmessen: 150 ml Granatapfelsaft

Vorbereiten / Schneiden: Die Zwiebeln, auf der Arbeitsstation fixiert, mit dem Messer schälen und längs vierteln.

Die Bäckchen salzen, pfeffern und leicht mit etwas Mehl bestäuben.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Nun geht’s an den Herd: In der Pfanne die Butter erhitzen und die Bäckchen braun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen und in den Schmortopf legen. (Wer in der Schmorpfanne gart, kann natürlich auch darin anbraten).

Bäckchen 1aZwiebeln in die Pfanne geben und ebenfalls anbraten. Wenn sie anfangen, braun zu werden, zu den Bäckchen geben.

 

Im Ofen garen: Den Granatapfelsaft in den Schmortopf gießen, den Deckel drauf und ab für 2 Stunden in den heißen Ofen. Nach einer Stunde Garzeit prüfen, ob noch genug Flüssigkeit im Schmortopf ist, eventuell etwas Rotwein nachgießen.

Wenn das Fleisch sehr gar ist und fast zerfällt, kann der Schmortopf aus dem Ofen. Eventuell die Sauce nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Bäckchen mit Granatapfelkernen bestreuen und mit Walnuss-Dill-Pilaf (in Brühe gekochter Langkornreis mit gehackten Walnüssen und gehacktem Dill) servieren.

Fotos: Martina Tschirner

 

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