Küchenkalender-Traum

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Ich liebe ihn jedes Jahr auf’s Neue, den Küchenkalender von Stefan Abtmeyer. Mit zwölf wunderschönen Fotos, weißem Hintergrund, mal mit leckeren Motiven, mal mit witzigen, wie für 2017 eine kleine, grüne Raupe des Ligusterschwärmers im August. Und natürlich schmückt Stefans Kalender auch jedes Büro auf appetitlichste Art!

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Für jeden Monat gibt es ein anderes Motiv auf dem Kalenderblatt. Er ist 42 x 30 Zentimeter groß, hat eine Spiralbindung und kostet 18 Euro inkl. Versand – innerhalb Deutschlands. Wer den Kalender bei Stefan bestellen möchte, mailt ihn bitte direkt an: email hidden; JavaScript is required.

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Übrigens hat Stefan auch unser Einhänderkochbuch bebildert und fotografiert seit mehr als 10 Jahren für das Slow Food Magazin.

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Storycooking im November: Spaghetti all’ Amatriciana

Es war im August, als ein schweres Erdbeben Mittelitalien erschütterte. Viele Menschen wurden schwer getroffen, besonders die Bewohner des Ortes Amatrice. Kurz darauf startete Carlo Petrini Gründer und Präsident von Slow Food, eine Aktion zugunsten der Bevölkerung von Amatrice. Weil der Ort Namensgeber für das berühmte Gericht „Pasta all’ Amatriciana“ ist, forderte er Restaurantbetreiber der ganzen Welt auf, dieses Gericht mindestens ein Jahr lang in ihre Speisekarten aufzunehmen und einen kleinen Teil des Erlöses an die vom Erdbeben betroffene Stadt zu spenden.

Eine klasse Idee und Aktion! Nur dass ich bisher in den italienischen Restaurants in Berlin davon noch nichts mitbekommen hatte… Deshalb große Freude beim „GiroGusto“ Anfang November, einer Veranstaltung im „Bertolini“ in Charlottenburg, bei dem Lebensmittelproduzenten und Winzer aus Italien ihre Produkte mit einem Menü vorstellten. Und als Pastagang „Spaghetti all’ Amatriciana“ auf der Karte stand – zubereitet nach dem Originalrezept mit „Guanciale“, einem durchwachsenen Speck aus der Schweinebacke, hier von dem Salami- und Schinkenhersteller Levoni. Die Spaghetti schmeckten großartig, ebenso wie der Langhe Nebbiolo von der Tenuta Carretta dazu. Und die anderen Gänge und Weine ebenso.

Grund genug, auch mal wieder in der eigenen Küche Spaghetti all’ Amatriciana zu kochen!

Und so geht’s für 4 hungrige Esser: 400 g Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen (ca. 8 Minuten).

In der Zwischenzeit 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. 2 getrocknete rote  Chilischoten zerbröseln. 100 g Guanciale (Speck von der Schweinebacke, ersatzweise Pancetta) in Würfel schneiden.

1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Den Speck darin anbraten, Zwiebel, Knoblauch und Chili hinzufügen und kurz mitbraten. 200 ml Tomatensauce (am besten selbstgemacht) zugeben und einige Minuten einkochen lassen.

Die fertigen Spaghetti abgießen, abtropfen lassen und in der Pfanne mit der Sauce vermischen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, dann geriebenen Pecorino oder Parmesan unterheben. Wer mag, reibt sich über den Teller auch noch selbst Käse. Buon Appetito!

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Copyright & Fotos: Martina Tschirner

 

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Nicks Fischtopf aus dem Einhänderkochbuch

fischtopf-1Schmeckt ein bisschen wie Bouillabaisse, ganz viel nach Mittelmeer und Urlaub! In unserem Buch steht das Rezept auf Seite 74.

Für 2 Personen müsst ihr einkaufen: 400 g Fischfilets, die in der Suppe nicht zerfallen (z.B. Seelachs oder  Kabeljau), Fenchelknolle (ihr benötigt die Hälfte), Petersilie (ihr benötigt 1/2 Bund), 1 Flasche grob passierte Tomaten, 1 Glas Fischfond (ihr benötigt 200 ml), 1 Becher Crème fraîche – kann auch welche mit Kräutern sein.

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte ebenfalls kaufen: 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, trockener Weißwein (ihr benötigt 100 ml), Salz, Pfeffer, Saft von ½ Zitrone.

Und was braucht ihr zum Arbeiten – mit nur einer Hand oder auch zwei Händen? Arbeitsstation/Einhänderbrett/Küchenbrett, kleiner & großer Messbecher, Knoblauchschlauch, Zwiebelhacker, Wiegemesser, 3-Liter-Kochtopf mit Stiel und Deckel.

Los geht’s mit dem Waschen und abtropfen lassen von Fenchelknolle und Petersilie.

Danach Abmessen von 20 ml Olivenöl, 100 ml trockener Weißwein, 200 ml Fischfond.

zwiebel-schaelenVorbereiten / Schneiden:

Zwiebel mit dem Messer schälen, Knoblauch mit dem Schlauch, beides mit dem Zwiebelhacker grob zerkleinern.

Fenchel auf der Arbeitsstation fixieren und putzen, längs halbieren und eine Hälfte in mundgerechte Stücke schneiden. Den Rest anderweitig verwenden.

petersilie-1Die Petersilie mit Küchenkrepp trockentupfen und mit dem Wiegemesser grob zerkleinern.

Die Fischfilets unter fließendem Wasser abspülen, mit Küchenkrepp abtupfen und in große mundgerechte Stücke schneiden. Auf einen Teller legen, salzen und pfeffern.

Tomatenflasche öffnen.

Jetzt an den Herd:

Im Stieltopf das Olivenöl erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Fenchel und Petersilie darin andünsten.

fischtopf-4Tomaten, Wein und Fischfond zugeben und alles zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Nun die Fischstücke in den Gemüsesud geben und alles ca. 10 Minuten garziehen lassen.

Zum Schluss den Zitronensaft zugeben und den Fischtopf nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anrichten:

Den Fischtopf in tiefen Tellern mit einem Klacks Crème fraîche servieren.

Dazu passt Baguette oder Ciabatta.

Fotos: Stefan Abtmeyer & Martina Tschirner

Mehr Rezepte für Einhänder findet ihr in  „Das Einhänderkochbuch“ von Nick & Martina Tschirner. Es kann über den Buchhandel sowie per E-Mail an email hidden; JavaScript is required bestellt werden, dann auch gern mit Widmung.

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Storycooking im August: Schmorgurken

Schmorgurke

Riesig sind diese Vertreter der Gurkenfamilie. Die ausgewachsenen Schälgurken können sowohl roh gegessen als auch gebraten oder gekocht werden. Und sie sind die Grundlage für Senf- und Honiggurken.

Ich mag sie einmal so, wie meine Mutter sie immer als Berliner Schmorgurken zubereitet hat, angebraten mit Speck und Zwiebeln in sahniger Sauce. Zum anderen habe ich sie vor Kurzem als Curry zubereitet, das ist ganz typisch für Indien und Südostasien. Das Ergebnis – allerdings auch mit ein paar Schikenspeckwürfeln – war klasse!

Pikantes Gurken-Curry

Und so geht’s für 2: Die Hälfte von einer großen Schmorgurke schälen, längs vierteln und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Dann die Viertel in ca. 1,5 cm dicke Stücke schneiden. 2 Frühlingszwiebeln waschen, putzen, Wurzeln abschneiden und in 3 cm lange Stücke schneiden.

Pfanne, Gurken, Schluppen

In einer Schmorpfanne etwas Öl erhitzen, 1 Esslöffel kleine Schikenspeckwürfeln darin ausbraten, Schmorgurken, Frühlingszwiebeln und 1 Teelöffel Senfkörner dazugeben und alles anbraten.

1-2 Esslöffel rote Currypaste einrühren, ca. 200 ml gehackte Tomaten dazu und noch ca. 200 ml Kokosmilch. Deckel drauf und alles ca. 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren.

Gurkencurry mit asiatischer Fischsauce, eventuell auch Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe noch 1 Teelöffel von meinem eingesalzenen Koriandergrün untergerührt.

Schmeckt mit und auch ohne Reis – und wird wieder gekocht!

Rezept und Foto: Martina Tschirner
Schmorgurken

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Her mit den Gurken!

DSC_7956Vor allem bei sommerlichen Temperaturen sind Gurken nicht zu schlagen. Wo die grüne Kürbisverwandte herkommt? Aus tropischen Gegenden des Himalaya gelangte sie nach Europa, das allerdings erst im Mittelalter. Heutzutage wird die erfrischende Frucht aus der Familie der Kürbisgewächse weltweit angebaut, in kühlen Regionen allerdings eher als Treibhausware oder unter Folie.

Die verschiedenen Gurken unterscheiden sich vor allem in ihren Größen: Da gibt es die langen Salat- oder Schlangengurken, die kürzeren und dickeren Schälgurken, die gelblichen Schmorgurken sowie kleine Gurken, die je nach Größe zu Cornichons oder Gewürzgurken verarbeitet werden. Auch Schälgurken eignen sich zum Einlegen.

Zum größten Teil, nämlich 95 Prozent, bestehen Gurken aus Wasser und sind deshalb sehr kalorienarm (13 kcal/100 g). Trotzdem sind sie auch gesund, denn sie enthalten Calcium, Kalium, Phosphor und sogar Eisen. An Vitaminen enthalten Gurken kleine Mengen an Provitamin A, C und K. Auch für die Schönheitspflege werden Gurken eingesetzt, weil sie die Haut reinigen und erfrischen sollen.

Ob Salatgurken, Schmorgurken oder kleine Gurken zum Einlegen, alle sollten beim Einkauf eine glatte Schale und feste Enden haben. Faltige oder weiche Stellen verraten eine zu lange Lagerung, die Gurken sind dann nicht mehr frisch. Kleine grüne Gurken aus Mittelmeer-Ländern können am Stielende Bitterstoffe enthalten. Darum sollten sie immer vom Stumpf kommend zum Stiel geschält werden. So wird vermieden, dass die ganze Gurke bitter schmeckt. Bei der Salatgurke muss sich deshalb niemand Sorgen machen, Bitterstoffe gibt es bei ihnen nicht.

Natürlich schmeckt eine Salatgurke schon ganz einfach roh, wer mag, würzt sie noch mit etwas Salz. Aber erst kurz vor dem Reinbeißen salzen, weil das in ihr enthaltene Kalium sonst ausgeschwemmt wird. Dasselbe gilt für Salatmarinaden, denn für Salate eignen sich Gurken auch bestens, kein gemischter Salat kommt ohne sie aus. Sehr erfrischend im Sommer sind kalte Suppen auf Gurkenbasis wie die spanische Gazpacho. Sie können Gurken aber auch schmoren, gefüllt z.B. oder einfach nur gewürfelt, als Beilage oder eigenständiges Gericht. Und natürlich einlegen!

Fotos: Martina Tschirner

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Nicks Himbeertraum fürs Frühstücksbrötchen

Himbeergelee 1

Selbstgekocht schmeckt nicht nur einfach besser, ihr wisst dann auch, was drin ist! Wie ihr noch andere Marmeladen selber kocht steht im Einhänderkochbuch auf Seite 102.

Für 2 kleine Gläser müsst ihr einkaufen: 500 g Himbeeren – wichtig: erst am Tag der Zubereitung kaufen oder pflücken! Außerdem 180 g Gelierzucker 1:2, 1 Limette (ihr benötigt den Saft von einer halben).

Bereit  stellen: Küchenwaage, Arbeitsstation/Einhänderbrett, Zitronenpresse, 1,5-Liter-Topf mit Deckel, feines Küchensieb, kleiner Teller, Schöpfkelle, Marmeladentrichter, 2 kleine Gläser mit Schraubverschluss.

Stehen alle Zutaten und Küchengeräte bereit? Dann kann‘s losgehen! Zuerst die Gläser und Deckel gründlich heiß auswaschen und umgedreht zum Abtropfen auf ein Küchentuch stellen.

Dann 180 g Gelierzucker 1:2 abwiegen und 30 ml Wasser abmessen.

Limette halbieren, Zitronenpresse in der Arbeitsstation festklemmen und von einer Hälfte den Saft auspressen.

An den Herd, fertig, los!

  1. Die Himbeeren in den Topf tun, dazu die 30 ml Wasser geben und alles langsam aufkochen lassen. Den Topf sofort vom Herd nehmen und die Himbeeren 1 Stunde abgedeckt ziehen lassen.

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  1. Jetzt die Himbeeren in das Sieb geben, den Saft in einem Topf oder einer Schüssel auffangen.
  1. Himbeersaft, Limettensaft und Gelierzucker in den – in den inzwischen ausgespülten – 1,5-Liter-Topf geben alles gut mischen und aufkochen.

 _DSC0648Die Mischung unter ständigem Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

 

  1. Gelierprobe machen: Dafür einen Teelöffel von dem Himbeergelee nehmen, auf einen kleinen Teller geben und schauen, ob das Gelee beim Erkalten geliert, bzw. fest wird, wenn man den Teller schräg hält. Ist es noch flüssig, dann 2-3 Minuten länger kochen.

Jetzt sofort einfüllen: Durch den Marmeladentrichter das Gelee noch heiß bis zum Rand in die sauberen Gläser einfüllen. Diese sofort fest verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Himbeergelee 4Und spätestens am nächsten Morgen probieren, schmeckt sensationell!

 Mehr Rezepte für Einhänder findet ihr im  #Einhänderkochbuch von Nick & Martina Tschirner. Es kann über den Buchhandel sowie per E-Mail an email hidden; JavaScript is required bestellt werden, dann auch gern mit Widmung.

Fotos: Stefan Abtmeyer & Martina Tschirner

Cover, medaille, verlag

 

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Storycooking im Juni: Erdbeeren

ErdbeerenRot, saftig, beerig gut – Erdbeeren sind unser Lieblingsobst! Wer keine Möglichkeit hat, im eigenen Garten Erdbeeren zu ernten oder sie auf dem Feld zu pflücken, dem bleibt der Gang zum Obsthändler. Worauf ihr beim Einkauf achten solltet? Dass die Beeren aromatisch duften und trocken sind. Ein Blick unter den Boden des Körbchens hilft schnell zu erkennen, ob die unteren Früchte bereits matschig sind. Hände unbedingt weg von schimmligen Beeren, auch wenn es nur ein oder zwei sind. Denn die anderen Beeren haben sich in der Zwischenzeit ganz sicher schon angesteckt.

Beerige Tipps

Waschen: Früchte nur kurz in reichlich kaltem Wasser behutsam bewegen oder mit einer Handbrause sanft abspülen. Vorsichtig mit den Händen aus dem Wasser nehmen und zum Abtropfen in ein Sieb geben. Eventuell mit Küchenpapier trocken tupfen.

Vorbereiten: Angeschimmelte Früchte in jedem Fall wegwerfen. Erst nach dem Waschen von jeder Erdbeere mit einer leichten Drehung den Stiel und die Kelchblätter entfernen.

Süßen: Damit sie nicht so viel Saft verlieren, die roten Früchtchen besser erst kurz vor dem Servieren zuckern.

Würzen: Vanille harmoniert gut mit dem Erdbeeraroma. Kräuter, die dazu passen, sind Zitronenmelisse, Minze, Estragon und Lavendel.

Aufbewahren: Nur ungewaschene Erdbeeren in einwandfreiem Zustand nebeneinander auf einem Teller ausbreiten und mit Klarsichtfolie abgedeckt für höchstens zwei Tage in den Kühlschrank stellen.

Allergie: Manche Menschen bekommen einen Bläschenausschlag oder Nesselsucht beim Essen von Erdbeeren – eine allergische Reaktion, die zum Glück aber oft auch schnell wieder verschwindet.

Heilende Wirkung: Erdbeeren enthalten Salizylsäure, die Beschwerden von Gicht und Rheuma lindert. Sie wird außerdem zur Herstellung von Aspirin verwendet.

Das Rezept: Erdbeer-Rhabarber-Grütze zu Grießflammeri

Und so geht’s für 4: Für die Grütze Erdbeer-Rhabarber-Grütze500 g Erdbeeren und 375 g Rhabarber (dem letzten, bald gibt es keinen mehr…) waschen, danach putzen und abtropfen lassen. Rhabarber in große Stücke schneiden, die Erdbeeren vierteln. Nun den Rhabarber und 150 g Erdbeeren mit 20 g Zucker und 100 ml Wasser im geschlossenen Topf langsam aufkochen, dann bei geringer Hitze fünfzehn Minuten kochen lassen. Danach in einem Sieb 30 Min. abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen.

250 ml Saft mit 3 EL Zitronensaft und 80 g Gelierzucker 1:3 vermischen und unter ständigem Rühren aufkochen, noch drei Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und mit den restlichen Erdbeeren mischen. Kühl stellen.

Für den Grießflammeri ½ l Milch mit 1 Prise Salz, 1 Stück unbehandelte Zitronenschale,    1 St. Zimtstange, 1/2 Vanilleschote,  und 50 g Zucker zum Kochen bringen. Dann 65 g Grieß einstreuen und unter ständigem Rühren 10 bis 15 Minuten ausquellen lassen. Zitronenschale, Zimtstange und Vanilleschote herausnehmen.

Den Topf vom Herd nehmen. 2 Eier trennen, Eigelbe unterrühren, Eiweiße zu steifem Schnee schlagen, ebenfalls unterheben. Dann die Masse in eine Form geben und nach dem Erkalten umstürzen.

Die Grütze mit dem Flammeri anrichten und mit Minzblättchen garnieren.

Foto & Rezept: Martina Tschirner

 

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Storycooking im Mai: Radieschen

Radieschen, Bärlauch, Ziegenkäse IIDer kleine, nicht ganz so scharfe Bruder des Rettichs soll aus Vorderasien stammen. In Europa ist das knackige Radieschen erst seit etwa 400 Jahren bekannt. Sein Fleisch ist immer weiß, die Haut kann dagegen unterschiedliche Farben haben. Je nach Sorte ist sie rot, violett, gelb oder weiß, wie die von den länglichen Eiszapfen. Oder gar zweifarbig, wie bei den in Frankreich beliebten Weißpunktradieschen, die am Blattansatz rot, zur Wurzel hin weiß sind.

So scharf wie Radieschen sein können, so gesund gelten sie auch. Senföle sind die Wunderwaffen in den roten Kugeln. Sie sind verantwortlich für die Schärfe und fördern dazu noch die Gesundheit. Appetit und Verdauung regen sie an und sollen sogar antimikrobiell wirken.

Radieschen schmecken am besten roh. Zwar lassen sie sich auch dünsten, zum Beispiel in einer Brühe, jedoch verlieren sie dabei sowohl ihre rote Farbe als auch ihre Schärfe. Ob roh oder gegart, vor ihrem Genuss müssen die Wurzeln sowie die Blätter samt Stiel entfernt werden, dann kurz waschen. Freilandware gibt es von Mai bis November, Radieschen aus dem Gewächshaus das ganze Jahr, allerdings mit weniger Schärfe.

Das Frühlingsrezept: Radieschen-Ziegenkäse-Türmchen

Und so geht’s für 4: 1 Bund Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. 1 Bund Bärlauch waschen, trocken tupfen, vier schöne Blätter zur Dekoration beiseitelegen, den Rest grob hacken.

8 Ziegenkäsetaler kräftig mit grob gemahlenem, schwarzem Pfeffer würzen und im gehackten Bärlauch wenden. Auf 4 Teller je einen Käsetaler legen, die Hälfte der Radieschenscheiben darauf verteilen, noch einen Käsetaler auflegen und mit Radieschen den Turmbau abschließen. Jedes Türmchen mit gutem Olivenöl beträufeln und mit dem restlichen Bärlauch, bzw. dem Bärlauchblatt dekorieren.

Dazu schmeckt frisches Bauernbrot.

Foto: Angela F. Endress; Rezept: Martina Tschirner, aus meinem Buch „Pastinaken & Co“.

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Nicks Erbsenrisotto aus dem Einhänderkochbuch

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„Risi-Pisi“ heißt dieser Risotto in Bella Italia. In unserem Buch findet ihr das Rezept im Kapitel „Vegetarische Sattmacher“ auf Seite 71. Schmeckt toll einfach so, wir haben es mit einem Klecks Minzpesto getoppt! Noch leckerer! .

Für 2 Portionen müsst ihr einkaufen: Italienischer Risotto-Reis (davon braucht ihr 150 g) und 300 g Tiefkühlerbsen (noch besser sind natürlich oder frische, gerade gepalte…etwas später im Jahr).

Diese Zutaten sind sicher schon da, falls nicht, bitte ebenfalls kaufen: 1 Zwiebel, 3 TL Butter, 100 ml trockener Weißwein, 500 ml heiße Gemüsebrühe (vom Rezept S. 30 oder aus gekörnter Brühe), Salz, Pfeffer, 50 g frisch geriebener Parmesan.

Was ihr an Küchengerätschaften zum Arbeiten mit einer – aber ebenso mit zwei Händen benötigt: Arbeitsstation/Einhänderbrett/Küchenbrett, Küchenwaage, großer Messbecher, Zwiebelhacker, 1,5-Liter-Topf mit Stiel.

Erbsenrisotto 3Alle Zutaten und Küchengeräte griffbereit? Dann kann‘s losgehen mit dem
Abwiegen von 150 g Risotto-Reis und    300 g Erbsen
… und dem Abmessen von 100 ml trockenem Weißwein und 500 ml Gemüsebrühe

Weiter geht’s: Die Zwiebel fixiert auf der Arbeitsstation mit einem Messer schälen und mit dem Zwiebelhacker stark zerkleinern.

Und nun ran an den Herd: 1. Butter im Topf erhitzen, aber nicht braun werden lassen. Die gehackte Zwiebel darin glasig dünsten.

Erbsenrisotto 42. Den Reis in den Topf streuen und rühren, bis alle Reiskörner mit einem Fettfilm überzogen sind. Mit dem Weißwein ablöschen, das macht den Reis würzig, und fast verdampfen lassen.

3. Nach 10 Minuten Kochzeit die Erbsen unter den Risotto-Reis rühren und mitgaren lassen, sie sollen hellgrün bleiben.

Fotos: Martina Tschirner

„Das Einhänderkochbuch“ von Nick & Martina Tschirner kann über den Buchhandel sowie per E-Mail an email hidden; JavaScript is required bestellt werden, dann gern mit Widmung.

Cover mit Medaille

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Osterküche in der rbb Praxis

DSCN2534Typische Speisen für Karfreitag und Ostern? Und dann noch gesund? Fisch selbstverständlich für den vorletzten „Fastentag“, eine christliche Tradition, um an den Tod von Jesus Christus zu erinnern. Und Lamm fürs Fest, symbolisch als Opferlamm, damit wird in vielen europäischen Ländern seit Jahrhunderten das Ende der Fastenzeit gefeiert.

Und was gab es für die rbb Praxis am Mittwoch, dem 23. März 2016? Als Karfreitagsrezept eine Ceviche, fast roher Fischsalat aus der südamerikanischen Küche mit viel Limettensaft, und Lammragout mit Rhabarber als Idee für den Ostersonntag. Reinschauen in die Sendung könnt ihr mit einem Klick in die rbb Mediathek.

Und hier das Rezept für…

Ceviche, südamerikanischer Fischsalat

Durch das Marinieren mit der Zitronensäure verändert sich das Fischeiweiß, es kommt zur „Denaturierung“, wird dadurch quasi gegart.

Zutaten für 4 Personen: 1-2 Frühlingszwiebeln, 1 rote Chilischote, ½ Pomelo (oder 1 rosa Grapefruit), 2 Limetten (ersatzweise Zitronen), 350-400 g ganz frisches Fischfilet (z.B. Lachs-, Bachsaiblings- oder Forellenfilet), Olivenöl, Salz & frisch gemahlener Pfeffer, Salatblätter zum Anrichten

Und so geht’s: Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.

Chilischote waschen, längs halbieren, Stielansatz und Kerne entfernen und die Chilihälften in feine Würfelchen schneiden.

Pomelo schälen und von einer Hälfte die Fruchtfilets herausschneiden. Limetten auspressen.

Lachs-Ceviche 1Fischfilet längs teilen und  in dünne Scheibchen schneiden.

Frühlingszwiebelringe und Chiliwürfel vorsichtig  mit dem Fisch, dem Limettensaft und  1-2 EL Olivenöl mischen, salzen und pfeffern. Etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Die Ceviche mit den Pomelospalten und Salatblättern anrichten.

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