Storycooking im Mai: Radieschen

Radieschen, Bärlauch, Ziegenkäse IIDer kleine, nicht ganz so scharfe Bruder des Rettichs soll aus Vorderasien stammen. In Europa ist das knackige Radieschen erst seit etwa 400 Jahren bekannt. Sein Fleisch ist immer weiß, die Haut kann dagegen unterschiedliche Farben haben. Je nach Sorte ist sie rot, violett, gelb oder weiß, wie die von den länglichen Eiszapfen. Oder gar zweifarbig, wie bei den in Frankreich beliebten Weißpunktradieschen, die am Blattansatz rot, zur Wurzel hin weiß sind.

So scharf wie Radieschen sein können, so gesund gelten sie auch. Senföle sind die Wunderwaffen in den roten Kugeln. Sie sind verantwortlich für die Schärfe und fördern dazu noch die Gesundheit. Appetit und Verdauung regen sie an und sollen sogar antimikrobiell wirken.

Radieschen schmecken am besten roh. Zwar lassen sie sich auch dünsten, zum Beispiel in einer Brühe, jedoch verlieren sie dabei sowohl ihre rote Farbe als auch ihre Schärfe. Ob roh oder gegart, vor ihrem Genuss müssen die Wurzeln sowie die Blätter samt Stiel entfernt werden, dann kurz waschen. Freilandware gibt es von Mai bis November, Radieschen aus dem Gewächshaus das ganze Jahr, allerdings mit weniger Schärfe.

Das Frühlingsrezept: Radieschen-Ziegenkäse-Türmchen

Und so geht’s für 4: 1 Bund Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. 1 Bund Bärlauch waschen, trocken tupfen, vier schöne Blätter zur Dekoration beiseitelegen, den Rest grob hacken.

8 Ziegenkäsetaler kräftig mit grob gemahlenem, schwarzem Pfeffer würzen und im gehackten Bärlauch wenden. Auf 4 Teller je einen Käsetaler legen, die Hälfte der Radieschenscheiben darauf verteilen, noch einen Käsetaler auflegen und mit Radieschen den Turmbau abschließen. Jedes Türmchen mit gutem Olivenöl beträufeln und mit dem restlichen Bärlauch, bzw. dem Bärlauchblatt dekorieren.

Dazu schmeckt frisches Bauernbrot.

Foto: Angela F. Endress; Rezept: Martina Tschirner, aus meinem Buch „Pastinaken & Co“.

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